Donnerstag, 25. Mai 2017

Der alte Grieche hatte recht, oder warum wir am Ende als Sieger vom Platz gingen.

Lauer Frühsommerabend, bespielbarer Platz, genug Aktive auf demselben, was will man mehr an einem Mittwoch in der Hoheleye-Arena.

Dann die Wahl der Teams. Als sich alle sortiert hatten, war mein erster Gedanke nach Musterung meiner Leibchentruppe: Gefühlter Altersschnitt ca. um die 60. Nach einer kurzen Überschlagsrechnung war dann klar: echter Altersschnitt ist um die 60 (60, 60, 1860, na toll). Hinzu kam, dass etwa die Hälfte der grünen Truppe entweder Rekonvaleszent oder Dauerinvalide (der mit dem Finger) waren. Was hatte sich unser Karsten in seinem weisen Ratschluss dabei nur gedacht? Didi konnte es gar nicht fassen ( immer bin ich in so einer Truppe etc.) und war daher fast während des gesamten Spiel weder ansprech noch anspielbar

Und es ging los wie erwartet. Team Christian Kombinationsstark mit dem schnellen 1:0. Nach einem geschenkten Ausgleich die erneute Führung. Das kann ja was werden. Durch regelmäßige Besuche bei unserer Ersten ist man ja an zweistellige Niederlagen gewöhnt.

Doch dann war Schluss mit lustig. Team Christian gelang gar nichts mehr, spielte Kopflos und mit hoher Fehlerquote. Wir, Zweikampf- und Laufstark, netzten mit schöner Regelmäßigkeit ein und waren bei Chancenverwertung noch großzügig. Plötzlich 5:2, wer hätte das gedacht? Didi jedenfalls nicht. Das es am Ende wegen zwei individuellen Fehlern noch mal kurz spannend wurde, geschenkt.

Endergebnis 5:4 für die Oppatruppe.

Und jetzt zum Griechen:

Der bekannte griechische Linksaußen Aristoteles (Panathinaikos Athen, 384-322 v.Chr.) hat es früh erkannt, dass das Ganze mehr ist als die Summe seiner Teile. Also Didi, um es mit einem anderen großen Fußballweisen zu sagen.

Zum Bierchen beehrte uns dann der Don, der mit Chebby irgendwelche sinistren Bakschischgeschäfte rund um das Tippspiel abwickelte. Undurchschaubar. Didi, bald zahlen wir unseren Einsatz wahrscheinlich in Bitcoins.

Highlight des allwöchentlichen Nachkartens war unser Christian. Erst entzündete er einen Stumpen, der die Hagener Feinstaubbelastung in neue, unerreichte Höhen hievte. Dann, anstatt sein Haupt demütig vor den Siegern zu neigen, hub er ein Lamento auf den angebliche Verfall der Sitten (O tempora, o, mores! für Asterixleser) im Fußball im allgemeinen und bei der Hobbytruppe im besonderen an. Das Alles nur, weil sich ein Gegenspieler bei Christians letzter Aktion ein haptisches Bild von der Qualität seines Trikotgewebes gemacht hat. Ts ts. Seh ich auch anders, früher war mehr Gemecker und bestimmt nicht weniger Gefoule.

Bleibt nur ein Frage offen: Wer schoss unser 5. Tor, ich kriegs nicht mehr zusammen. Gönnen tät ich's Stefan Schulte, mein persönlicher MVP des Spiels.

(23.5.2017)

Capitano(2), Karsten(1), Chebby, Julian(1), Hartwig, Schulte, Yogi, Didi, Horst

Olaf(1), Harry, Christian(2), Hahni(1), Sergej, Freddy, Lee, Ulli

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